Stellungnahme des Thüringer Schwimmverbands zur aktuellen ARD-Dokumentation „Missbraucht – Sexualisierte Gewalt im deutschen Schwimmsport“

Liebe Freundinnen und Freunde des Thüringer Schwimmsports,

der Thüringer Schwimmverband hat den Anspruch, dass die ihm und seinen Mitgliedsvereinen anvertrauten Kinder und Jugendlichen ausnahmslos mit Respekt, Anstand und vor allem ohne Gewalt schwimmsportlich betreut und zu Bestleistungen geführt werden. Dafür notwendig sind vor allem Vertrauen in die handelnden Personen und deren Integrität. Dieses Vertrauen haben sich die nicht zu beziffernden im Thüringer Schwimmsport ehrenamtlich engagierten Personen erworben, teilweise über Jahrzehnte hinweg. Dafür gebührt diesen unser Dank und unsere Anerkennung.

Gleichzeitig hat der Thüringer Schwimmverband den Anspruch, dass innerhalb seiner Organisation und Struktur eine Atmosphäre besteht, die es zulässt, Verhaltensweisen zu erkennen und zu offenbaren, die diesen Grundprinzipien zuwiderlaufen.

Der Vorstand des Thüringer Schwimmverbands hat sich gemeinsam mit den von ihm Beauftragten für den Kinderschutz kürzlich darüber versichert, dass aktuell kein Fall im Thüringer Schwimmsport bekannt ist, der den in der ARD-Dokumentation „Missbraucht – Sexualisierte Gewalt im deutschen Schwimmsport“ vom 20. August 2022 geschilderten Fällen vergleichbar wäre. Auch sind sowohl dem Vorstand als auch den Beauftragten für den Kinderschutz keine derartigen Fälle aus der Vergangenheit bekannt. Gleichzeitig hat die Beratung gezeigt, wie sehr die Dokumentation auch die Schwimmsportfamilie in Thüringen bewegt und verunsichert.

Die Vorstandsmitglieder und die Kinderschutzbeauftragten zeigten sich entsetzt über die Gewalt, die Schwimmsportlerinnen und Schwimmsportler unter dem Dach des organisierten Schwimmsports erfahren mussten. Aufklärung, Hilfe und Unterstützung für die Opfer, Prävention vor Gewalttaten, Sanktionen gegen Täterinnen und Täter – das sind aus Sicht des Thüringer Schwimmverbands die Gebote der Stunde.

Deshalb begrüßen der Vorstand des Thüringer Schwimmverbands und die Kinderschutzbeauftragten die um Verzeihung bittende und von Einsicht sowie dem Willen zur Aufklärung und Veränderung geprägte Stellungnahme des Deutschen Schwimmverbands vom 22. August 2022.

Der Vorstand des Thüringer Schwimmverbands wird seinen Mitgliedsvereinen ein Gesprächsangebot für einen Austausch zum Thema der ARD-Dokumentation für Anfang September unterbreiten.

An den Vorstand gerichtete Anfragen, Anliegen und Anmerkungen sind bitte an die Geschäftsführerin des Thüringer Schwimmverbands, Jenny Joel, zu richten unter: info(at)thueringer-sv.de

Die Kinderschutzbeauftragten sind wie folgt zu erreichen:
Dr. Babett Brehme: b.brehme(at)thueringer-sv.de
Kira Möller: k.moeller(at)thueringer-sv.de

 


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