Thüringer Sportvereine dürfen eingeschränkt öffnen

  • Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 13. Mai 2020 06:24

Pressemitteilung des LSB vom 12.Mai 2020

Mit der ab 13. Mai 2020 gültigen Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 darf in Thüringen wieder mehr Vereinssport angeboten und getrieben werden – an der frischen Luft sowie in Sportstätten. Damit ist ab Mittwoch ein nächster Schritt zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs möglich - stets unter strengster Beachtung der gültigen Abstandsregeln und Hygienevorschriften.

Dazu erklärt LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel: „Wir begrüßen ausdrücklich dieses positive Signal als weitere Etappe, um nun unseren Vereinen, Verbänden und natürlich den 365.000 Mitgliedern eine Perspektive der nächsten Schritte hin zu mehr Sporttreiben bieten zu können. Diese schrittweisen Öffnungen zeigen, dass die Wichtigkeit des Vereinssports für die Gesundheitsförderung als elementar im Freistaat angesehen wird – auch in dieser schwierigen Zeit mit oftmals großem Bewegungsmangel gerade durch die Schließung. Noch ist Geduld gefragt. Bevor die Vereine wieder Angebote starten können müssen alle notwendigen Auflagen umgesetzt werden und es bedarf einer intensiven Abstimmung mit den Verantwortlichen in den Landkreisen und Kommunen. Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Vereinsvertreter, stets die Hygieneauflagen sowie die Vorgaben der Fachverbände sorgsam einzuhalten, um die Corona-Pandemie weiterhin erfolgreich zu bekämpfen und damit gemeinsam auch weitere Schritte zu ermöglichen.“

Der LSB hatte sich intensiv für die schrittweise Wiederaufnahme des Vereinssports und die Zulassung weiterer Öffnungsschritte in Abstimmung mit dem für Sport zuständigen Thüringer Ministerium bei der Landesregierung eingesetzt.

Sportminister Helmut Holter begrüßt die Lockerung ebenfalls: „Sport ist ein Quell von Lebensfreude, und so freut es mich, dass Thüringen auch für den Sport nun einen großen Schritt macht. Wir haben es alle gemeinsam geschafft, die Infektionskurve deutlich abzuflachen. Nun können wir wieder den Sport als gesunderhaltenden und für viele Thüringerinnen und Thüringer wichtigen Lebensinhalt Schritt für Schritt in den Mittelpunkt rücken. Sportvereine können ab Mittwoch wieder unter gewissen Vorgaben im Freien und auch Indoor trainieren und sich auch sonst um ihre Sportstätten kümmern und ihrem Vereinsleben nachkommen. Wichtig bleibt aber, dass die weiterhin strengen Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden. Deshalb können derzeit bestimmte Trainingsformen, bei denen die Abstandregeln nicht eingehalten werden, und auch Wettkämpfe noch nicht wieder zugelassen werden. Ich habe großes Vertrauen in den Landessportbund, die Sportfachverbände und in die Vereine, dass hier nun mit Umsicht und Verantwortung vorgegangen wird. Denn der Sport hat immer auch eine große Vorbildwirkung.“

Die wichtigsten Punkte zur Wiederaufnahme des Sportbetriebes in Thüringen im Überblick:

ab Mittwoch, 13. Mai 2020 ist der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten-, Gesundheits-, Reha- sowie Leistungssport einschließlich der Spezialschulen für den Sport auf und in allen privaten und öffentlichen Sport- und Freizeitanlagen wieder erlaubt
Lehrgänge für die Aus- und Fortbildung, Arbeitseinsätze auf oder in Sportanlagen sowie Vereins- und Verbandsversammlungen sind wieder möglich
der Sport- und Trainingsbetrieb erfolgt insbesondere bei Kampf- und Mannschaftssportarten kontaktfrei und ohne Wettkampfsimulationen und -spiele
Wettkämpfe und ähnliche Sportveranstaltungen (mit Zuschauern/Publikum) sind zunächst nicht gestattet
ab 1. Juni 2020 ist unter anderem die Öffnung von Fitnessstudios sowie Schwimmbädern (keine Hallenbäder), ebenfalls unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen wieder möglich. Nähere Informationen folgen, sobald weitere Entscheidungen gefallen sind.
Für alle Bereiche gilt, dass die Erstellung und Einhaltung von Infektionsschutzkonzepten und Hygieneregeln durch die Vereine grundlegend ist. Eine Öffnung kann erst erfolgen, wenn Schutzkonzepte umgesetzt werden können – u.a in Abhängigkeit der kommunalen Verfügungen bei Sportstätten in deren Verantwortung. Zusätzlich gibt ein Konzept des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Details für Vereinsvorstände, Übungsleiter und Trainer zur Durchführung von Sportangeboten vor. Gemeinsam mit dem LSB Thüringen werden Handlungsempfehlungen als Hilfestellung im Vorfeld erstellt.

Die entsprechenden Dokumente werden zeitnah veröffentlicht, sobald alles final vorliegt!

Wiederaufnahme Sportbetrieb: Was gilt aktuell in Thüringen?

  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 09. Mai 2020 06:15

Informationen des Landessportbundes Thüringen:

Seit dem 4. Mai gilt die 2. Thüringer Verordnung zur Verlängerung und Änderung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus vom 2. Mai. Hier ist geregelt, dass Vereine, sonstige Sport- und Freizeiteinrichtungen und -angebote sowie Sportanlagen zu schließen sind. Möglich ist Individualsport zu Freizeit- und Trainingszwecken unter freiem Himmel, bei dem die Kontaktbeschränkungen und der Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten sind. Die Ausübung des Individualsports bezieht sich auf die Nutzung von Einrichtungen und Anlagen im Freien soweit der Träger der Einrichtung oder Anlage der Öffnung ausdrücklich zustimmt. Ausgenommen von dieser Öffnung sind Schwimm-, Freizeit- und Erlebnisbäder.

Der Sport wartet auf die neue Verordnung zur Umsetzung der im Kabinett der Thüringer Landesregierung am 6. Mai beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID19-Epidemie. Das Kabinett hat beschlossen, dass der Freistaat die Verantwortung den Kommunen übertragen wird, schrittweise und mit Augenmaß zu ermöglichen, dass Einrichtungen wieder öffnen können. Der Trainingsbetrieb der Sportvereine wird von diesen Öffnungen profitieren. Mit der neuen Verordnung wird im Verlauf der kommenden Woche zu rechnen sein.

Die Voraussetzung für die Aufnahme eines Sport- bzw. Trainingsbetriebes ist, dass die strengen Hygienevorschriften weiterhin eingehalten werden. Für die Nutzung der Sportanlagen werden Hygienekonzepte zu erstellen sein, an deren Erarbeitung die Sportvereine sich beteiligen sollten. Der Landessportbund Thüringen wird dazu Hilfestellung geben und entsprechende Handlungsempfehlungen als Muster erarbeiten. Für die Aufnahmen des Trainingsbetriebes in den jeweiligen Sportarten haben die Spitzenverbände Regelungen in enger Abstimmung mit dem Deutschen Olympischen Sportbund erarbeitet, die die Vereine entsprechend der von ihnen betriebenen Sportarten dringend berücksichtigen sollten.

Link zur Homepage des DOSB mit den Konzepten der Spitzenverbände:

https://www.dosb.de/medien-service/coronavirus/sportartspezifische-uebergangsregeln/?%C3%9Cbergangsregeln

 

Mitgliederversammlungen weiterhin nicht erlaubt

  • Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 07. Mai 2020 15:08

Pressemitteilung des LSB 

Seit dem 18. April gilt in Thüringen eine Verordnung zur Verlängerung und Änderung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus´. Darin sind generell bis zum 2. Mai jegliche Veranstaltungen, also auch im Sport, untersagt.

Und auch wenn ab dem 3. Mai Versammlungen entsprechend des Versammlungsgesetzes (Artikel 8 Grundgesetz) in geschlossenen Räumen mit bis zu 30 und unter freiem Himmel mit bis zu 50 Versammlungsteilnehmern nach vorheriger Genehmigung möglich sind, bedeutet dies leider nicht, dass sich Sportfreunde zu Mitgliederversammlungen oder anderen Veranstaltungen im Sport treffen können. Denn: Versammlungen sind nur „in besonders gelagerten Einzelfällen“ genehmigungsfähig bzw. sind nur terminlich unaufschiebbare oder nicht nachholbare Fälle gemeint.

Das betrifft nahezu nur Versammlungen, die der freien Meinungsäußerung dienen – oder einfach gesagt: Demonstrationen, politische Diskussionen o.ä. An der Stelle wird heftig gestritten, ob Mitgliederversammlungen überhaupt unter den in der Verordnung gemeinten Versammlungsbegriff fallen können.

Selbst für diese gesondert gelagerten Einzelfälle ist ein Antrag an das jeweilige Landratsamt/Ordnungsamt bzw. an die kreisfreie Kommune/Ordnungsamt zur Durchführung zu stellen. Die Behörde muss dann zwischen den (grundrechtlich) geschützten Belangen des Antragstellers und dem Ansteckungsrisiko auf Grund der aktuellen Seuchendynamik abwägen, ob eine Genehmigung infektionsschutzrechtlich vertretbar ist und welche Auflagen zu erfüllen sind. Die (grundrechtlich) geschützten Belange müssen hoch sein. Und: Es darf keine andere (weniger ansteckende) Möglichkeit zur Wahrung der Belange des Antragstellers geben, als die beantragte Versammlung.

Da die Mitbestimmungsrechte der Vereinsmitglieder aktuell auf Grund einer coronabedingten Gesetzesänderung auch ohne Versammlung an einem physischen Ort gewahrt werden können, gibt es aber grundsätzlich solche anderen nicht ansteckenden Möglichkeiten.

Vereinssitzungen, Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen können virtuell abgehalten werden. Stimmen können schriftlich oder sogar per Mail abgegeben werden. Hier gibt die Corona bedingte Gesetzesänderung einen Gestaltungsspielraum, der den Fortbestand der Vereine und deren Rechtsausübung sichert.

 

2 Freiwasser-Veranstaltungen abgesagt!

  • Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 07. Mai 2020 15:13

Das 14. Mondseeschwimmen am 27.06 2020 in Hohenmölsen und die Stauseemeile am Hohenwartestausee am 11.07. 2020 müssen leider aus verschiedensten Gründen abgesagt werden! 

Über die Diurchführung der verbliebenen drei Wettkämpfe der Thüringen-Cup-Serie wird noch entschieden. Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden!

LSB Thüringen sieht Klärungsbedarf für Wiederaufnahme des Sportbetriebes

  • Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 05. Mai 2020 10:48

Pressemitteilungen des LSB 04.05.2020

Der Landessportbund Thüringen sieht in Bezug für die heute in Kraft getretene Verordnung des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zur Eindämmung und Ausbreitung des Coronavirus im Hinblick auf den möglichen Nutzungsumfang von Sportfreianlagen noch Klärungsbedarf im Detail. "Uns haben in den letzten Tagen zahlreiche Anfragen hierzu erreicht. Wir befinden uns darüber in regelmäßigen Gesprächen mit unseren Ansprechpartnern in den Ministerien. Aktuell gibt es noch einige Unsicherheiten zum Umfang und zur Art und Weise der Nutzung durch die Vereine, die wir klären müssen, um unsere rund 3.400 Thüringer Sportvereine rechtssicher beraten zu können", erklärt LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel.

Nach dem jetzigen Wortlaut der Verordnung ist für die Nutzung der Sportanlagen die Zustimmung durch den jeweiligen Träger der Anlage erforderlich. Der LSB empfiehlt daher den Vereinen, sich mit dem jeweiligen Träger in Verbindung zu setzen und über eine mögliche Nutzung abzustimmen. Hierbei muss insbesondere die Umsetzung der Abstands- und Hygieneregeln abgesprochen werden. "Solange noch nicht feststeht, ob bzw. wie genau ein organisiertes, angeleitetes Training möglich ist, empfehlen wir den Vereinen, sich mit den Verantwortlichen vor Ort zu den Nutzungskonditionen abzustimmen bzw. auf ein organisiertes Vereinstraining bis zum Ende dieser Woche noch zu verzichten", so Zirkel, der sich mit Blick auf die am 6. Mai stattfindende nächste Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten eine weitere Klärung für die schrittweise Wiederaufnahme des Sportbetriebs hofft.

"Alle Vereine sind zur Vorbereitung einer Wiederaufnahme des Sportbetriebs aufgerufen, sich mit den Vorgaben ihres jeweiligen Spitzenverbandes auseinanderzusetzen und eine Umsetzung der Abstands- und Hygieneregeln bezogen auf ihre Sportart und ihre Trainingsbedingungen zu prüfen. Die Sportvereine und –verbände, die bereits jetzt mit dem Trainingsbetrieb wieder beginnen können, bitten wir nachdrücklich, sich der Gesamtverantwortung für alle anderen organisierten Sportler bewusst zu sein. Nur wenn es uns als Sportfamilie insgesamt gelingt, dass die Politik uns eine verantwortungsvolle Umsetzung zutraut, wird und kann es weitere Öffnungsschritte geben", so Zirkel weiter.


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