Erste Schritte zur Wiederaufnahme: Ab 4. Mai einzelne sportliche Aktivitäten unter Auflagen möglich

  • Zuletzt aktualisiert: Montag, 04. Mai 2020 13:11

Pressemitteilung des LSB vom 01.Mai 2020

Ab kommenden Montag, 4. Mai, darf in Thüringen wieder mehr Sport getrieben werden. Unter Beachtung verschiedener Vorgaben zum Infektionsschutz kann vorerst der Individualsport zunächst im Freien wieder anlaufen.

Hier der entsprechende Auszug vom Thüringer Beschluss zu Lockerungen im Sport:

„Ermöglichung des Individualsports im Freien bei dem die Kontaktbeschränkungen und der Mindestabstand eingehalten werden (beispielsweise Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf, Reiten und ähnliche Sportarten). Im Ergebnis der Besprechung der Regierungschefs der Länder mit der Bundesregierung wird am 6. Mai 2020 wird über weitere Maßnahmen entschieden.“

Diesen Beschluss fasste die Thüringer Landesregierung im Anschluss an die Besprechung der Regierungschefs der Länder mit der Bundesregierung. Klare Einzelheiten und Details wird es erst in einer entsprechenden Anpassung der aktuellen Thüringer Eindämmungsverordnung des Coronoavirus geben, die Anfang der Woche erwartet wird.

Dazu LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel: Wir begrüßen ausdrücklich dieses erste positive Signal der Landesregierung und sind dankbar für diese Unterstützung und das Vertrauen. Diese schrittweisen Lockerungen zeigen, dass die Wichtigkeit auch von Vereinssport für die Gesundheitsförderung als elementar im Freistaat angesehen wird und die Werte des Sports anerkannt werden.“

Ein regulärer Trainingsbetrieb in allen Sportarten ist damit weiterhin nicht möglich, Sporthallen und Schwimmbäder bleiben geschlossen. Der LSB wird sich weiter für die Wiederaufnahme des Vereinssports und die Zulassung weiterer Lockerungen einsetzen - in Abhängigkeit vom Verlauf der Infektionszahlen in Thüringen. „Bis dahin bitten wir unsere Mitglieder um Geduld und setzen auf deren Verantwortung bei den ersten Schritten stets die Hygieneauflagen einzuhalten, um die Corona-Pandemie weiterhin erfolgreich zu bekämpfen und gemeinsam weitere Schritte zu ermöglichen.“, so Zirkel.

Vor der Wiederaufnahme sollten sich Vereine an ihre Sportfachverbände bzw. den verantwortlichen Träger der Sportstätten wenden, um die Auflagen umzusetzen.

Sobald die neue Verordnung vorliegt, werden wir darüber informieren!

Wir trauern um Hartwig Gauder

  • Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 29. April 2020 11:40

Mit großer Betroffenheit haben wir erfahren, dass der Thüringer Geher-Olympiasieger Hartwig Gauder in Erfurt verstorben ist! Der Goldmedaillengewinner der Sommerspiele 1980 in Moskau verstarb vergangene Woche im Alter von 65 Jahren. Unsere Wertschätzung seiner Person liegt nicht nur in seinen herausragenden sportlichen Erfolgen, sondern auch in seinem Einsatz für die Organspende und vielen sportlichen und gesellschafltichen Fragen. Unser herzliches Beileid gilt den Angehörigen.

EXPERTEN GEBEN IM DSV-YOUTUBE-KANAL TIPPS FÜR ERNÄHRUNG, PSYCHOLOGIE UND GESUNDHEIT

  • Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 22. April 2020 15:39

In Zeiten der Coronavirus-Krise baut der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) seine digitalen Angebote weiter aus. Neben den modernen Informationsangeboten in der DSV-App und auf Instagram gibt es nun auch einen DSV-Kanal auf YouTube. In Kurzfilmen geben die Experten des Verbandes den Mitgliedern dort hilfreiche Tipps für Sport und Alltag.

So beantwortet Mannschaftsarzt Prof. Dr. Alexander Beck auf die Videoplattform nahezu alle Fragen zum Umgang mit dem Coronavirus für Leistungs- und Freizeitsportler aus medizinischer Sicht. Die Sportpsychologin Franka Weber zeigt den Mitgliedern vielfältige Möglichkeiten auf, wie man diesen schwierigen Zeiten und auch den kommenden Wettkämpfen trotz allen Widrigkeiten positiv für sich begegnen kann. Und nun konnte auch Ernährungsberaterin Kirsten Brüning für mehrere Erklärvideos gewonnen werden.

Diplom-Oecotrophologin Brüning arbeitet unter anderem für den Olympiastützpunkt Rhein-Neckar und erklärt in den Kurzfilmen auf dem DSV-Kanal, mit welcher Ernährung man während der aktuellen Coronavirus-Beschränkungen seine Muskeln am besten erhält. Oder auch, wie man den Muskelaufbau in Zeiten verstärkten Athletiktrainings aufgrund der Schwimmhallen-Schließungen am besten unterstützen kann. Natürlich spielt auch die Stärkung des Immunsystems in ihrer Serie eine Rolle – Brüning nennt zum Beispiel fünf Gewürze, die dabei am besten helfen können.

Zum DSV Kanal auf youtube kommt ihr hier:

https://youtu.be/T4erWi0JZO4

LSB Thüringen setzt sich für schrittweise Öffnung des Sportbetriebs ein

  • Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 28. April 2020 14:06

Pressemitteilung des LSB vom 21.04.2020

Der Landessportbund Thüringen (LSB) setzt sich für eine schrittweise Öffnung des Sportbetriebs unter entsprechenden Auflagen ein. Voraussetzung dafür ist die Lockerung des Kontaktverbotes nach dem 3. Mai.

„Wir fordern die Politik auf, sich für einen schrittweisen Wiedereinstieg für den organisierten Sportbetrieb in Thüringen und den damit verbundenen Öffnungen der Sportstätten einzusetzen. Angesichts der zahlreichen positiven physischen und psychischen Aspekte, die das gemeinsame Sporttreiben mit sich bringt, sind nach unserer Einschätzungen an vielen Stellen Lockerungen förderlich – ohne das Risiko für Neuinfektionen zu vergrößern“, erklärt Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel. Nach Meinung des LSB sind Sportarten an der frischen Luft wie Kanu, Leichtathletik, Radfahren, Reiten, Segeln, Golf und Tennis gut für den Einstieg geeignet. Auch einzelne Aktivitäten in überdachten Sportstätten wie Kegeln oder Tischtennis sind unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln in näherer Zukunft denkbar. Das Gros der LSB-Ansichten deckt sich mit den Ergebnissen der Telefonkonferenz der Sportminister aller Bundesländer, die am 20. April stattgefunden hat.

Nicht geeignet sind vorerst Kampf- und Spielsportarten sowie Sportarten, bei denen ein enger Kontakt besteht wie beim Rudern oder Doppel im Tennis. „Wir denken aber, dass auch im Bereich der Kampf- und Mannschaftssportarten Technik-, Kraft, Konditions- und Athletiktraining unter Einhaltung der Abstandsregeln umsetzbar ist“, so Zirkel. Für Risikogruppen ist der Einstieg in den organisierten Sportbetrieb nach LSB-Meinung noch nicht geeignet. Auch im Kinder- und Jugendsport ergibt eine Öffnung des Sportbetriebs wohl nur Sinn, wenn Schulen und Kindergärten wieder geöffnet werden. „Eine schrittweise Rückkehr in den organisierten Sport bei Erwachsenen sehen wir als gut umsetzbar und sogar empfehlenswert an.“ Für weitere Schritte braucht es Regularien, deren Umsetzung einen Spielraum für die Berücksichtigung sportartspezifischer, baulicher und organisatorischer Besonderheiten lassen. Der LSB setzt dabei auf das weiterhin verantwortungsbewusste Agieren der Sportfachverbände und Sportvereine, die die bisherigen Maßnahmen zu 100 Prozent mitgetragen haben.

Das Positionspapier, das der LSB dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Vorbereitung auf die Sportministerkonferenz am 20. April zur Verfügung gestellt hat, beinhaltet auch Handlungsempfehlungen zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wie das Bilden von festen Trainingspartnern oder Kleingruppen, das Desinfizieren der Sportgeräte nach jeder Einheit sowie koordinierte Trainingszeiten, um Ansammlungen von Menschengruppen an den Ein- und Ausgängen der Sportstätten zu verhindern. Das Umziehen und Duschen sollen Vereinsmitglieder am eigenen Wohnort vornehmen. Die Umsetzung der Regeln und die Kommunikation an die Mitglieder sollen durch die Vereinsvorstände und Träger der jeweiligen Sportstätten erfolgen.

Darüber hinaus setzt sich der LSB dafür ein, dass bisher weitgehend verbotene Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen von Sportstätten und -anlagen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wieder zu gestatten sind. Auch die Wiederaufnahme von Qualifizierungs-angeboten in Kleingruppen von bis zu zehn Personen sieht der LSB als sinnvolle Möglichkeit die wettkampffreie Zeit im Sport sinnvoll für Aus- und Fortbildungen zu nutzen.

Zum Positionspapier gelangt ihr hier

 

DSV bittet um Mithilfe - bei der Prävention sexualisierter Gewalt

  • Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 21. April 2020 14:26

Die in den letzten Jahren an die Öffentlichkeit gekommenen Fälle von sexualisierter Gewalt im Sport stellen den organisierten Sport vor die Herausforderung, Maßnahmen zur Prävention zu entwickeln. Gleichzeitig sind Trainer*innen zunehmend verunsichert, da Fragen aufkommen, wie viel Nähe und Distanz zwi- schen Trainer*innen und Athlet*innen angemessen ist, wie ein vertrauensvolles und sicheres Umfeld für junge Athlet*innen geschaffen werden kann und wie sich Trainer*innen gleichzeitig selbst vor falschen Verdachtsäußerungen schützen können.

Die Stärkung der Handlungssicherheit von Trainer*innen zur Prävention von se- xualisierter Gewalt und die Vermittlung von Handlungsstrategien zum angemes- senen Umgang mit Nähe und Distanz sind die Ziele des Projektes „Trainer*innen als zentrale Akteur*innen in der Prävention sexualisierter Gewalt: Umgang mit Nähe und Distanz im Verbundsystem Nachwuchsleistungssport“ (TraiNah), das von der Deutschen Sporthochschule Köln in Kooperation mit dem Uniklinikum Ulm durchgeführt wird. Das Projekt wird vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft für die Dauer von zwei Jahren gefördert.

Um diese Ziele zu erreichen und die Perspektive der Trainer*innen und Ath- let*innen im Nachwuchsleistungssport einzubeziehen, wurden zunächst quali- tative Interviews (Befragungen) durchgeführt. Im zweiten Schritt wird nun eine Online-Befragung gestartet. Diese richtet sich an Trainer*innen ab 18 Jahren sowie an Athlet*innen ab 16 Jahren.

Verfügbar sind die Online-Befragungen

>>> für Trainerinnen und Trainer hier

>>> für Athletinnen und Athleten hier

Die Ergebnisse der Online-Befragungen werden als wichtige Grundlage für die Konzeption von Schulungen für Trainer*innen im Umgang mit Nähe und Distanz im Nachwuchsleistungssport verwendet. Zudem geben sie Hinweise auf die Ge- staltung von Nähe und Distanz im organisierten Sport in Deutschland. Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) ist als einer von vier Spitzenverbänden Kooperationspartner und empfiehlt seinen Mitgliedern die Teilnahme.


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99096 Erfurt

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