DSV bittet um Mithilfe

  • Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 02. Juli 2020 13:04

Mitteilung des DSV vom 01.07.2020 

Der Blick ins Mailfach bereitet Wolfgang Hein in diesen Tagen immer wieder mal Kummer. Beim Vizepräsidenten des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) laufen nämlich Meldungen ein, die ihn genauso traurig stimmen wie die Absender. „Die Berliner Schwimmvereine sitzen seit dem 16. März buchstäblich auf dem Trockenen“, schrieb etwa die Abteilungsleiterin des Zehlendorfer Turn- und Sportvereins von 1888 e.V. Weder Training noch Schwimmausbildung können seither angeboten werden, weil die Bäder-Betriebe der Hauptstadt den Vereinen trotz Lockerung der Corona-Beschränkungen einfach keine Wasserflächen zur Verfügung stellen. Beholfen werden muss sich derweil weiter mit Landtraining auf dem eigenen Vereinsgelände. „Es entsteht das Gefühl, dass alle anderen Sportarten wieder trainieren dürfen, nur der Schwimmsport nicht“, hieß es in einer Mail.

So krass ist es natürlich nicht ganz, vielerorts ist Schwimmen inzwischen wieder möglich, nur eben nicht im gewohnten Umfang. Doch es gibt leider auch Orte, in denen noch gar nichts geht. „Berichte von erheblichen Einschränkungen für Schwimmerinnen und Schwimmer erreichen uns aus dem Norden ebenso wie aus dem Süden des Landes“, berichtet Hein. „Und für unsere anderen Fachsparten wie etwa Wasserball gibt es offenbar noch fast nirgends Zugang zum Wasser.“

Dabei hatte der DSV mit der Erstellung des Leitfadens für die Rückkehr in den vereinsbasierten Sport ja wichtige Grundlagen erarbeitet, dank derer Vereine bestmöglich auf den Wiedereinstieg vorbereitet werden. Doch eben nicht nur die wegen der nötigen Abstandsregeln verringerte Nutzerkapazität in den Bädern sorgt nun für schmerzhafte Ausfälle bei den Vereinen. „Jede Kommune entscheidet anders, und leider zu viele versuchen offenbar gerade, lieber etwas zu sparen. Da ein Betrieb in Corona-Zeiten derzeit mit höheren Kosten oder auch Einbußen verbunden ist, braucht es hier ein klares politisches und auch wirtschaftliches Bekenntnis zur Kulturtechnik Schwimmen“, erklärt Hein. Vor allem der Mangel an Schwimmausbildung würde sonst für die Folgejahre viele Probleme produzieren. „Die Maßgabe der Kultusministerkonferenz, nach der jeder Grundschüler das Schwimmen erlernen soll, ist mit dem aktuellen Sparansatz einiger Kommunen überhaupt nicht zu vereinbaren“, erklärte Hein.

Um einen besseren Überblick über die Lage in den Schwimmvereinen des Landes zu bekommen und die Erkenntnisse zum Dialog mit der Politik nutzen zu können, startet der DSV eine aktuelle Umfrage und ruft alle Vereinsverantwortliche zur Teilnahme auf.

>> Hier geht es zur Umfrage zu den Möglichkeiten der Bädernutzung

Belastbare Aussagen, wie viele Bäder aktuell betroffen sind, sind derzeit nämlich ebenso wenig möglich wie Aussagen zu besonders betroffenen Regionen. „Dazu müssten wir wissen, wie viele Bäder aktuell betroffen sind und wie viele Bäder der verschiedenen Bädertypen es in einer Region überhaupt gibt“, verweist Hein auf ein grundsätzliches Informationsdefizit in Deutschland. Zwar enthält der Bäderatlas der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen (DGfB) viele Bäder, allerdings sind nur ganz wenige Daten zu den einzelnen Bädern öffentlich verfügbar. Die Entwicklung der Bäderinfrastruktur und Vergleiche zwischen verschiedenen Kommunen sind anhand des Bäderatlas‘ nicht abzubilden.

Nun engagiert sich der DSV seit Jahren in Initiativen, die versuchen, die Datenbasis zu den Bädern in Deutschland zu verbessern und das Problem der ständigen Datenaktualisierung zu lösen. Auch das aktuell laufende Projekt „Bäderleben“ der Hochschule Koblenz wurde von Anfang an unterstützt. Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem Deutschen Verband für Modernen Fünfkampf (DVMF), dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und seit kurzem auch der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen (DGfB) gelang es, eine Finanzierung durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) zu ermöglichen. Über Auskunftsersuchen bei den Gesundheitsämtern aller Kreise und kreisfreien Städte wurden hier unter der Leitung des Wissenschaftlers Prof. Dr. Lutz Thieme gerade die Adressen der Bäder und Badestellen ermittelt, um nachfolgend alle öffentlich zugänglichen Daten zu recherchieren. Thieme wurde vom DSV inzwischen zum Sonderbeauftragen für Sportentwicklung berufen.

Aktuell enthält die so entstandene Datenbank bereits mehr als 8.500 Einträge. Da zur Charakterisierung der Bäder deutlich mehr Daten notwendig sind als die Angaben, die online zu finden sind, und um eine ständige Aktualisierung der Daten zu gewährleisten, wird auf die Datenbank ein webbasierte Benutzeroberfläche aufgesetzt, mit deren Hilfe Bädernutzer die Daten ergänzen können. Die Nutzervorschläge sollen durch Bad-Paten gesichtet und entschieden werden, die sich in dem Bad bzw. in den Bädern besonders gut auskennen. „Hier suchen wir demnächst gemeinsam mit den anderen Projektpartnern Badpaten“, wirft Wolfgang Hein einen Blick voraus.

Die Ergebnisse des Projekts „Bäderleben“ werden leider wohl erst im Oktober vollständig vorliegen, der DSV möchte im Sinne seiner Mitglieder aber schon jetzt Argumente für eine sportfreundliche Nutzungsstrategie der Bäder gegenüber der Politik liefern. Im Bundestag hatte es bereits im Januar eine Anhörung im Bundestags-Sportausschuss zur Bädersituation gegeben. Die FDP hat im Mai nun sogar eine kleine Anfrage im Deutschen Bundestag eingereicht, die konkrete Aussagen zur Schwimmfähigkeit der Bevölkerung, zur Entwicklung der Todesfälle durch Ertrinken und die Anzahl der Schwimmhallen und geplanten Initiativen oder Investitionen verlangt. „Als DSV möchten wir ebenfalls dazu beitragen, dass das Thema auf der Tagesordnung bleibt“, sagt Hein. Und ruft daher alle Vereine auf, unbedingt an der aktuellen Umfrage teilzunehmen.

 

Presseberichte im Thüringen Sport

  • Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 25. Juni 2020 10:23

In der aktuellen Ausgabe des Thüringen Sport 02/2020 findet ihr jeweils einen Bericht über den 1. Eichsfelder Sportclub und den Landesstützpunkt Schwimmen in Erfurt. 

Viel Spaß beim Lesen!

Übersicht über die geöffneten Bäder in Thüringen

  • Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 25. Juni 2020 10:52

Wir möchten hiermit allen Schwimmsportfreunden eine Übersicht über die geöffneten Bäder bzw. die geplanten Öffnungen zur Verfügung stellen. 

Die Angaben sind ohne Gewähr. Bitte informiert Euch vor Eurem Badbesuch auf der Webseite des jeweiligen Bades!

Wer weitere Informationen hat, kann sich gern in der Geschäftsstelle melden, dann wird diese Liste weiter aktualisiert. 

 

Stadt  Bad  geöffnet seit/ab
Altenburg Freibad Südbad  6. Juni 2020
Apolda Freibad 15. Juni 2020
Arnstadt Sport- und Freizeitbad am Wollmarkt 24. August 2020
Bad Heiligenstadt Vitalpark 15. Juni 2020
Bad Salzungen Freibad 3 Eichen geöffnet
Bad Salzungen Sole Aktiv Bad  20. Juni 2020
Eisenach Aquaplex Freibad  4. Juni 2020
Erfurt  Nordbad  1. Juni 2020
Erfurt  Strandbad Stotternheim 1. Juni 2020
Erfurt  Roland-Matthes-Schwimmhalle 20. Juni 2020
Erfurt  SH Johannesplatz - nur für Vereine 20. Juni 2020
Gotha Freibad Südbad  3. Juli 2020
Greiz Freibad Sommerbad  1. Juni 2020
Hermsdorf Freibad 20. Juni 2020
Hohenfelden Avenida Therme 13. Juni 2020
Ilmenau Sport- und Freizeitbad Hammergrund geöffnet
Jena Südbad 1. Juni 2020
Jena Ostbad 15. Juni 2020
Leinefelde Leinebad 15. Juni 2020
Meiningen Freibad "Rohrer Stirn" 1. Juni 2020
Meiningen Hallenbad Ende der Sommerferien
Mühlhausen Thüringentherme 1. Juli 2020
Nordhausen Badehaus 22. Juni 2020
Pößneck Stadtbad 20. Juni 2020
Ronneburg Sommerbad 15. Juni 2020
Rudolstadt Freibad Saalemaxx 1. Juni 2020
Rudolstadt Erlebnisbad Saalemaxx 20. Juni 2020
Saalfeld Freibad 5. Juni 2020
Schmölln Freizeitbad Tatami 20. Juni 2020
Sonneberg SonneBad  27. Juni 2020
Stadtroda Freibad 19. Juni 2020
Weimar Schwanseebad 21. Juni 2020
Zeulenroda Waikiki 17. Juli 2020

Bericht in der "SPORTreportage"

  • Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 25. Juni 2020 10:12

Längst haben noch nicht wieder alle Bäder der Bundesrepublik wieder geöffnet, die bekanntesten Gesichter des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) bekamen am vergangenen Sonntag trotzdem einen großen Auftritt im Fernsehen. Ein sehenswerter Bericht in der SPORTreportage beschrieb die aktuelle Lage der deutschen Wassersportler*innen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie.

Neben den schönen, teilweise aufwändig mit Drohne oder Unterwasserkamera produzierten Bildern beeindruckte vor allem der Optimismus, mit dem die aktuelle Situation im DSV angegangen wird.

Zum Bericht geht es hier.

Neue Verordnung veröffentlicht: Weitere Öffnungen des Sportbetriebs im Überblick

  • Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 16. Juni 2020 10:21

Pressemitteilung des LSB vom 13. Juni 2020 

Mit der ab 13. Juni 2020 gültigen Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus darf in Thüringen wieder praxisnaher Vereinssport angeboten und getrieben werden – an der frischen Luft sowie in Sportstätten. Eine wichtige Lockerung ist die Wiederaufnahme von Wettkampfsport sowie die Durchführung von Kontakt- und Mannschaftssport - stets unter größtmöglicher Beachtung der gültigen Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Oberste Prämisse ist weiterhin die Verringerung des Infektionsrisikos.

Die speziellen Regelungen für den Sport hat erstmals das Thüringer Sportministerium in einer Verordnung erlassen. Maßgeblich ist das Vorliegen eines Hygienekonzeptes durch die Vereine, welches sich an den Empfehlungen des jeweiligen Sportfachverbandes orientiert.

„Es war wichtig, dass die weiteren allgemeinen Lockerungen auch auf den Sport übertragen wurden. Nach über drei Monaten Verbot können nun wieder Kontakt- und Mannschaftssportarten praxisnah ausgeübt werden“, freut sich LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel über die weitergehenden Möglichkeiten für die Thüringer Sportvereine und -verbände.

„Lebensrettend kann die Öffnung von Hallenbädern sein“, verweist Zirkel besorgt auf deren lange Schließung und hofft auf deren tatsächliche Öffnung. Eine Zeit, in der Kinder nicht die Möglichkeit hatten im Sportunterricht schwimmen zu lernen und zudem die Schwimmvereine zum Stillstand gezwungen waren. "Wir sind uns der Schwierigkeiten bei der Öffnung für die Träger bewusst, hoffen aber im Interesse der sporttreibenden Bevölkerung sehr, dass die meist kommunalen Träger der Schwimmhallen möglichst schnell reagieren.“

Eine wichtige Neuerung ist auch die Erlaubnis zur Durchführung des Wettkampfsports, wenn auch ohne Zuschauer. „Zum Sport gehört der Leistungsvergleich, als Ziel von langfristigen Trainingsprozessen einfach dazu, daher war diese Einschränkung für alle ambitionierten Breiten- sowie Profisportler besonders hart. Damit geht der Sportbetrieb einen großen Schritt in Richtung Normalität.“, so Zirkel.

„Zugleich ist es uns ein wichtiges Anliegen, den Thüringer Vereinen, Verbänden und ehrenamtlichen Übungsleitern für deren Verständnis und großen Mühen zu danken. Sie haben den verantwortungsbewussten Umgang mit der Gesundheit und die Umsetzung der strengen Vorgaben klug und auch fantasievoll kombiniert, um ihren Mitgliedern Sporttreiben und Bewegung zu ermöglichen.“

Die wichtigsten Punkte im Überblick zur weiteren Öffnung:

Organisierter Trainingsbetrieb im öffentlichen Raum ist zumindest mit 10 anderen Personen möglich.
Schwimmhallen dürfen geöffnet werden - mit Zustimmung Betreiber und Vorlage Hygienekonzept-.
Sportveranstaltungen (auch Wettkämpfe) ohne Zuschauer sind erlaubt.
Sportveranstaltungen mit Zuschauern sind grundsätzlich verboten. In Einzelfällen kann bei den Landkreisen/ der kreisfreien Stadt die Erlaubnis beantragt werden.
Es sollen vorrangig Übungs- und Wettkampfformen gewählt werden, bei denen die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleistet werden kann.
Nur bei Sportarten, die nicht ohne direkten Körperkontakt betrieben werden können, darf von dem Mindestabstand abgewichen werden.
Es sollten möglichst feste Gruppen gebildet werden.
Die Nutzung der Umkleiden und Duschen ist wieder möglich. Die Grundregelung des Mindestabstandes und Hygieneregelungen sollen auch hier gelten.
Versammlungen und gesellige Veranstaltungen bis 75 Personen unter freiem Himmel bzw. bis 30 Personen in geschlossenen Räumen sind bei Einhaltung des Mindestabstandes möglich. Bei mehr als 75 bzw. 30 Personen ist die Veranstaltung mind. 48 Stunden vor Beginn den Landkreisen/ kreisfreien Städten anzuzeigen.
Zur Rückverfolgung möglicher Infektionsketten sind Teilnehmerlisten (Training, Wettkampf, sonstige Vereinsveranstaltungen) zu führen und vier Wochen aufzubewahren.

Grundsätzlich gilt:

Ein Infektionsschutzkonzept muss weiter vorliegen. Es sollte an die Lockerungen bzw. Neuregelungen angepasst werden und sich an den Empfehlungen des jeweiligen Sportfachverbandes (Sportartspezifische Übergangsregelungen der Spitzenverbände) orientieren. Es muss sich demnach auch auf weitere Nutzungsformen des Vereins (Versammlungen, Wettkämpfe, etc.) erstrecken.

Dieses Infektionsschutzkonzept ist auf Verlangen dem zuständigen Gesundheitsamt vorzulegen. Die für die Durchführung des jeweiligen Sportbetriebs verantwortliche Person oder Organisation, insbesondere der Sportverein, hat für die Einhaltung der Infektionsschutzkonzepte Sorge zu tragen.

Zur Verordnung  §22, 23 (Dritter Abschnitt)

Zur Handlungsempfehlung 2.0 des LSB 

FAQ


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